13 → 17,5 %
Pauschaler Arbeitgeberbeitrag.
Was gerade passiert
13 → 17,5 %
Pauschaler Arbeitgeberbeitrag.
0 → 3,6 %
Neuer Beitrag für Minijobs. Fundstelle wird ergänzt
2 → 5 %
Einheitliche Pauschsteuer. Fundstelle wird ergänzt
Gesamtbelastung der Betriebe
31,17 → 42,27 %
Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Pauschsteuer werden in unterschiedlichen Verfahren behandelt. Was die Änderungen zusammen für einen Minijob bedeuten, weist keine der Vorlagen aus.
Davon getrennt
Die Kommission empfiehlt, den Sonderstatus des Minijobs abzuschaffen: Die Wahlfreiheit bei der Rentenversicherung und die bisherige Besteuerung (Brutto wie Netto) sollen entfallen. Das Vorhaben gilt auch für den Übergangsbereich (Midijobs). Geplant ist eine volle Besteuerung des Minijobs.
Wen es trifft
Für die große Mehrheit bedeutet Minijob: zusätzlich arbeiten und sich etwas dazuverdienen – neben Hauptjob, Rente, Schule oder Studium.
51,4 %
Hauptjob
Neben Hauptbeschäftigung.26,1 %
Rente
über 60 Jahre.17,2 %
Schule/Studium
unter 25 Jahren.Quelle: Minijob-Zentrale, Quartalsbericht.
KEINE ZAHL, SONDERN MENSCHEN.
3× die Woche
Rezeption, Hotel
2 x Woche
KI-generiert
KI-generiert
KI-generiertNicht jede Schicht ist eine Vollzeitstelle. Aber jede Schicht braucht einen Menschen.
Im Gastgewerbe fällt Arbeit nicht gleichmäßig an. Sie entsteht dann, wenn die Gäste da sind: am Abend, am Wochenende, bei Veranstaltungen oder in der Saison. Nicht jede dieser zusätzlichen Stunden ergibt eine Teilzeit- oder Vollzeitstelle. Aber jede muss besetzt werden.
Sieben Prüffragen
Wir fragen nach der Wirkung — nicht nur nach der politischen Absicht.
Fast 95 Prozent nutzen den Minijob als Hinzuverdienst – neben Hauptjob, Rente, Schule oder Studium. Für diese Menschen ist der Minijob zusätzlicher Verdienst – nicht ihre Altersvorsorge. Alterssicherung braucht gezielte Lösungen für die Menschen, die tatsächlich gefährdet sind – statt Millionen Minijobber pauschal stärker zu belasten.
Die Annahme lautet: Fällt der Minijob in seiner heutigen Form weg, wechseln Beschäftigte in reguläre Beschäftigung und arbeiten mehr Stunden. Doch viele Minijobber arbeiten bereits zusätzlich. Können und wollen sie tatsächlich mehr arbeiten (wenn der Minijob unattraktiver ist) – oder fallen ihre zusätzlichen Arbeitsstunden am Ende weg?
Die Reform soll den Wechsel in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fördern. Doch nur 5,3 Prozent der Minijobber stehen laut Auswertung der Minijob-Zentrale dem ersten Arbeitsmarkt überhaupt zur Verfügung – rund 370.000 Menschen. Die Brückenfrage betrifft 5,3 Prozent. Die Regeln ändern sollen sich für alle.
Mehr Arbeitszeit entsteht nicht allein dadurch, dass Regeln geändert werden. Menschen müssen die zusätzlichen Stunden arbeiten können – und Betriebe müssen genau dann Arbeit haben.
Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Pauschsteuer werden in unterschiedlichen Verfahren verändert. Für die Betriebe wirken sie gemeinsam: Die Arbeitgeberbelastung inklusive Umlagen steigt von 31,17 auf 42,27 Prozent – ein Plus von 35,6 Prozent. Damit wird jede zusätzliche Arbeitsstunde im Minijob deutlich teurer. Wer zusätzliche Arbeit verteuert, muss deshalb auch fragen: Wird dadurch tatsächlich mehr Beschäftigung möglich – oder weniger?
Wenn von zusätzlichem Verdienst weniger übrig bleibt, sinkt der finanzielle Anreiz, zusätzliche Stunden zu arbeiten. Wer mehr Arbeit will, sollte deshalb zusätzliche Arbeit attraktiver machen – nicht stärker belasten.
Für Beschäftigte bleibt weniger vom Zuverdienst. Für Betriebe wird jede Minijob-Stunde teurer. Damit wird ein Modell von beiden Seiten geschwächt, das zusätzliche Arbeit und zusätzlichen Verdienst zusammenbringt. Entsteht dadurch tatsächlich mehr reguläre Beschäftigung – oder geht zusätzliche Arbeit verloren?
Was wir fordern
Keine zusätzlichen Steuern und Abgaben für Minijobber. Die Wahlfreiheit bei der Rentenversicherung erhalten.
Wer zusätzlich arbeitet, soll auch mehr davon haben. Die Belastung zusätzlicher Arbeit senken und den Übergangsbereich erhalten.
Mit Instrumenten, die die Menschen erreichen, die tatsächlich gefährdet sind – nicht über eine pauschale Belastung aller Minijobber.
Keine Pflegeversicherungsbeiträge für Minijobs. Pauschsteuer bei 2 Prozent halten. Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags zurücknehmen.
Alle geplanten Belastungen gemeinsam ausweisen und ihre Folgen prüfen, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden.
Gemeinsam für den Minijob
Verbände, Unternehmen und Menschen setzen sich gemeinsam dafür ein, den Minijob zu erhalten.
„Minijobberinnen und Minijobber federn wichtige Belastungsspitzen in den Betrieben ab - in der Produktion, im Verkauf, im Catering, im Service oder im Feiertagsgeschäft an Ostern oder Weihnachten. Gerade im Handwerk sind sie eine wichtige Stütze im Alltag. Ohne ihren Einsatz würde an vielen Stellen spürbar etwas fehlen.“
„Für die meisten Menschen ist der Minijob keine Form der Altersvorsorge, sondern eine flexible Möglichkeit, zusätzliches Einkommen zu erzielen. Gerade bei Veranstaltungen, Festen und saisonalen Spitzen ist diese Flexibilität für Beschäftigte und Betriebe gleichermaßen wertvoll.“
„Altersarmut bekämpft man nicht, indem man Millionen Menschen eine freiwillige Zuverdienstmöglichkeit erschwert. Wer Menschen im ländlichen Raum, im Tourismus und in familiengeführten Betrieben unterstützen will, muss flexible Arbeit ermöglichen – nicht erschweren.“
„Der Minijob ist für die große Mehrheit der Menschen kein Ersatz für eine Vollzeitstelle, sondern ein freiwilliger Hinzuverdienst. Wer dieses Modell infrage stellt, greift diejenigen an, die aus eigener Kraft zusätzlich arbeiten wollen. Leistung und Eigeninitiative dürfen nicht bestraft werden.“
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Der Minijob betrifft Millionen Menschen und Betriebe. Wer will, dass zusätzliche Arbeit und Hinzuverdienst attraktiv bleiben, kann jetzt ein Zeichen setzen. Unterstützen Sie unsere Forderungen mit Ihrer Unterschrift. Die Unterschriftensammlung läuft über openPetition.
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