Kampagne · Gastgewerbe & Partner

Minijobs
erhalten.

Zusätzliche Arbeit muss sich lohnen. Für fast sieben Millionen Menschen — und für die Betriebe, die sie brauchen.

Petition unterschreibenWas ist geplant?
31,17 → 42,27 % AbgabenlastFast 7 Mio. Minijobber95 % ZuverdienstKrankenversicherung 13 → 17,5 %Pflege 0 → 3,6 %Pauschsteuer 2 → 5 %

Was gerade passiert

WAS JETZT PASSIERT
MEHRERE ÄNDERUNGEN.
EINE GESAMTWIRKUNG.

BeschlossenKrankenversicherung

13 → 17,5 %

Pauschaler Arbeitgeberbeitrag.

ReferentenentwurfPflegeversicherung

0 → 3,6 %

Neuer Beitrag für Minijobs. Fundstelle wird ergänzt

KabinettPauschsteuer

2 → 5 %

Einheitliche Pauschsteuer. Fundstelle wird ergänzt

Gesamtbelastung der Betriebe

31,17 → 42,27 %

Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Pauschsteuer werden in unterschiedlichen Verfahren behandelt. Was die Änderungen zusammen für einen Minijob bedeuten, weist keine der Vorlagen aus.

Davon getrennt

Empfehlung der Alterssicherungskommission

Kein Verfahren eröffnet

Die Kommission empfiehlt, den Sonderstatus des Minijobs abzuschaffen: Die Wahlfreiheit bei der Rentenversicherung und die bisherige Besteuerung (Brutto wie Netto) sollen entfallen. Das Vorhaben gilt auch für den Übergangsbereich (Midijobs). Geplant ist eine volle Besteuerung des Minijobs.

Wen es trifft

Für fast 95 % ist der Minijob ein Zuverdienst.

Für die große Mehrheit bedeutet Minijob: zusätzlich arbeiten und sich etwas dazuverdienen – neben Hauptjob, Rente, Schule oder Studium.

51,4 %

Hauptjob

Neben Hauptbeschäftigung.

26,1 %

Rente

über 60 Jahre.

17,2 %

Schule/Studium

unter 25 Jahren.

Quelle: Minijob-Zentrale, Quartalsbericht.

KEINE ZAHL, SONDERN MENSCHEN.

VIELE GESICHTER. VIELE GRÜNDE FÜR DEN MINIJOB.

Alle Menschen
Sandra3× die Woche
SandraCafébar
DaliborRezeption, Hotel
DaliborStudent, Tresen freitags und samstags
Miriam2 x Woche
AjnuseAbrechnung und Buchhaltung

Wenn die Gäste
da sind.

Freitag 19 30KI-generiert
Freitag, 19.30 Uhr.
HochzeitKI-generiert
Samstag, Hochzeit.
BiergartenKI-generiert
Sonne, voller Garten.

Nicht jede Schicht ist eine Vollzeitstelle. Aber jede Schicht braucht einen Menschen.

Im Gastgewerbe fällt Arbeit nicht gleichmäßig an. Sie entsteht dann, wenn die Gäste da sind: am Abend, am Wochenende, bei Veranstaltungen oder in der Saison. Nicht jede dieser zusätzlichen Stunden ergibt eine Teilzeit- oder Vollzeitstelle. Aber jede muss besetzt werden.

Sieben Prüffragen

HALTEN DIE MINIJOBPLÄNE, WAS SIE VERSPRECHEN?

Wir fragen nach der Wirkung — nicht nur nach der politischen Absicht.

01AlterssicherungBEKÄMPFT DIE REFORM ALTERSARMUT GEZIELT?

Fast 95 Prozent nutzen den Minijob als Hinzuverdienst – neben Hauptjob, Rente, Schule oder Studium. Für diese Menschen ist der Minijob zusätzlicher Verdienst – nicht ihre Altersvorsorge. Alterssicherung braucht gezielte Lösungen für die Menschen, die tatsächlich gefährdet sind – statt Millionen Minijobber pauschal stärker zu belasten.

02ArbeitskräftepotenzialFÜHRT DIE REFORM TATSÄCHLICH ZU MEHR ARBEITSSTUNDEN?

Die Annahme lautet: Fällt der Minijob in seiner heutigen Form weg, wechseln Beschäftigte in reguläre Beschäftigung und arbeiten mehr Stunden. Doch viele Minijobber arbeiten bereits zusätzlich. Können und wollen sie tatsächlich mehr arbeiten (wenn der Minijob unattraktiver ist) – oder fallen ihre zusätzlichen Arbeitsstunden am Ende weg?

03BrückenfunktionFÜR WEN IST DER MINIJOB ÜBERHAUPT EINE BRÜCKE?

Die Reform soll den Wechsel in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fördern. Doch nur 5,3 Prozent der Minijobber stehen laut Auswertung der Minijob-Zentrale dem ersten Arbeitsmarkt überhaupt zur Verfügung – rund 370.000 Menschen. Die Brückenfrage betrifft 5,3 Prozent. Die Regeln ändern sollen sich für alle.

04Lebenslagen & ArbeitsrealitätLÄSST SICH AUS EINZELNEN STUNDEN EINFACH MEHR ARBEITSZEIT MACHEN?

Mehr Arbeitszeit entsteht nicht allein dadurch, dass Regeln geändert werden. Menschen müssen die zusätzlichen Stunden arbeiten können – und Betriebe müssen genau dann Arbeit haben.

05ArbeitgeberbelastungWAS PASSIERT, WENN ALLE BELASTUNGEN ZUSAMMENKOMMEN?

Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Pauschsteuer werden in unterschiedlichen Verfahren verändert. Für die Betriebe wirken sie gemeinsam: Die Arbeitgeberbelastung inklusive Umlagen steigt von 31,17 auf 42,27 Prozent – ein Plus von 35,6 Prozent. Damit wird jede zusätzliche Arbeitsstunde im Minijob deutlich teurer. Wer zusätzliche Arbeit verteuert, muss deshalb auch fragen: Wird dadurch tatsächlich mehr Beschäftigung möglich – oder weniger?

06ArbeitsanreizWird zusätzliche Arbeit dadurch attraktiver?

Wenn von zusätzlichem Verdienst weniger übrig bleibt, sinkt der finanzielle Anreiz, zusätzliche Stunden zu arbeiten. Wer mehr Arbeit will, sollte deshalb zusätzliche Arbeit attraktiver machen – nicht stärker belasten.

07GesamtwirkungWas passiert, wenn der Minijob für beide Seiten unattraktiver wird?

Für Beschäftigte bleibt weniger vom Zuverdienst. Für Betriebe wird jede Minijob-Stunde teurer. Damit wird ein Modell von beiden Seiten geschwächt, das zusätzliche Arbeit und zusätzlichen Verdienst zusammenbringt. Entsteht dadurch tatsächlich mehr reguläre Beschäftigung – oder geht zusätzliche Arbeit verloren?

Was wir fordern

Fünf Forderungen.

Positionspapier (PDF)
  1. 01

    Hinzuverdienst schützen

    Keine zusätzlichen Steuern und Abgaben für Minijobber. Die Wahlfreiheit bei der Rentenversicherung erhalten.

  2. 02

    Mehrarbeit attraktiver machen

    Wer zusätzlich arbeitet, soll auch mehr davon haben. Die Belastung zusätzlicher Arbeit senken und den Übergangsbereich erhalten.

  3. 03

    Altersarmut gezielt bekämpfen

    Mit Instrumenten, die die Menschen erreichen, die tatsächlich gefährdet sind – nicht über eine pauschale Belastung aller Minijobber.

  4. 04

    Keine weitere Belastung des Minijobs

    Keine Pflegeversicherungsbeiträge für Minijobs. Pauschsteuer bei 2 Prozent halten. Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags zurücknehmen.

  5. 05

    Keine Entscheidung ohne Gesamtrechnung

    Alle geplanten Belastungen gemeinsam ausweisen und ihre Folgen prüfen, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden.

Gemeinsam für den Minijob

Ein Bündnis, das wächst.

Verbände, Unternehmen und Menschen setzen sich gemeinsam dafür ein, den Minijob zu erhalten.

„Minijobberinnen und Minijobber federn wichtige Belastungsspitzen in den Betrieben ab - in der Produktion, im Verkauf, im Catering, im Service oder im Feiertagsgeschäft an Ostern oder Weihnachten. Gerade im Handwerk sind sie eine wichtige Stütze im Alltag. Ohne ihren Einsatz würde an vielen Stellen spürbar etwas fehlen.“
Lars Bubnik
Landesinnungsverband für das bayerische Fleischerhandwerk
„Für die meisten Menschen ist der Minijob keine Form der Altersvorsorge, sondern eine flexible Möglichkeit, zusätzliches Einkommen zu erzielen. Gerade bei Veranstaltungen, Festen und saisonalen Spitzen ist diese Flexibilität für Beschäftigte und Betriebe gleichermaßen wertvoll.“
Bayerischer Brauerbund
Partnerverband
„Altersarmut bekämpft man nicht, indem man Millionen Menschen eine freiwillige Zuverdienstmöglichkeit erschwert. Wer Menschen im ländlichen Raum, im Tourismus und in familiengeführten Betrieben unterstützen will, muss flexible Arbeit ermöglichen – nicht erschweren.“
Blauer Gockel - Bauernhof- und Landurlaub e.V.
Partnerverband
„Der Minijob ist für die große Mehrheit der Menschen kein Ersatz für eine Vollzeitstelle, sondern ein freiwilliger Hinzuverdienst. Wer dieses Modell infrage stellt, greift diejenigen an, die aus eigener Kraft zusätzlich arbeiten wollen. Leistung und Eigeninitiative dürfen nicht bestraft werden.“
Handelsverband Bayern
Partnerverband
Alle Stimmen

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Der Minijob betrifft Millionen Menschen und Betriebe. Wer will, dass zusätzliche Arbeit und Hinzuverdienst attraktiv bleiben, kann jetzt ein Zeichen setzen. Unterstützen Sie unsere Forderungen mit Ihrer Unterschrift. Die Unterschriftensammlung läuft über openPetition.

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